Konzept

“Wir haben Regenwürmer zerteilt und Heuschrecken geschluckt. Bauten Höhlen hinter Hecken und klauten Äpfel von den Bäumen. Machten Feuer, was wir nicht sollten, und fielen von Mauern, was wir nicht wollten.
Wir streunten durch die Felder, stauten den Bach und waren immer dreckig. Die schlimmste Strafe war Hausarrest.”
(aus Stern Nr. 39/2007 War früher alles besser? – Die Kindheit schon!)

So wurde die Kindheit noch vor 30 Jahren beschrieben.
Heutzutage ist die Freizeit knapp und Freunde wohnen weit auseinander. Spieltermine müssen organisiert werden. Das Stadtleben ersetzt die Wildnis.
Bis zum Wald ist es ohne Eltern zu weit und draussen ohnehin zu gefährlich. Spielplätze sind vielerorts rar und zum Toben ungeeignet. Vorgefertigtes Spielzeug und unerschöpfliche Medienangebote binden die Kinder an das Haus und “ersetzen” Freunde. Nicht selten kommt es so zu Ängstlichkeit und Schwierigkeiten in der Kontaktaufnahme zu anderen Kindern. Auch die Phantasie leidet unter den fertigen, vorgegebenen Spielinhalten. Durch das verhäuslichte Spielen und den fehlenden Platz zum Austoben können Kinder mit ihrem Körper weniger Erfahrungen machen. Nicht selten sind Übergewicht und Unbeweglichkeit die Folge.

Um die Kinder in ihrer Ganzheit fördern zu können, müssen Ausgleichsangebote zum Medien- und Spielsachenüberfluss geschaffen werden. Es muss genügend Raum geben für Spiel und Phantasie. Kinder sollen sich ausprobieren: Rennen, Klettern, Fallen lernen. Sie müssen eigene Entdeckungen machen, lernen sich sozial selbst zu organisieren, in altersübergreifenden Gruppen.

Hierfür bietet sich der Waldkindergarten als familienergänzende Institution bestens an.

Den ganzen Artikel können Sie in der Konzeption nachlesen….