Satzung

Elterninitiative Waldkindergarten  Hoppetosse

Vereinssatzung

Inhaltsverzeichnis

  • Präambel
  • Name, Sitz, Zweck
  • Mitgliedschaft
  • Vereinsorgane
  • Geschäftsbetrieb
  • Satzungsänderungen, Auflösung

 

Präambel

Seit 1993 verbreitet sich eine ursprünglich aus Dänemark stammende Form der Naturpädagogik in Deutschland. Darauf basierend wurden seitdem etwa 80 Waldkindergärten in  Deutschland gegründet.

Ein Waldkindergarten ist eine Einrichtung im Vorschulbereich, in der Kindern unter professioneller Anleitung folgende pädagogische Ziele vermittelt werden:

  • Soziales und ganzheitliches Lernen mit Herz, Hand und Verstand
  • Förderung des natürlichen Bewegungsdranges
  • Verantwortung für die Umwelt

Mit dem Ziel; im Dietzenbacher Wald einen Waldkindergarten als Ergänzung zu den knappen Regelkindergärten zu eröffnen, gründete sich im Frühjahr 2005 eine Elterninitiative.

Beseelt von der Idee der Naturpädagogik haben die Gründungsmitglieder mit diesem Verein den Grundstein für einen dauerhaften Waldkindergarten gelegt.

Name, Sitz, Zweck

 Name, Sitz

  1. Der Verein führt den Namen „Waldkindergarten Hoppetosse e.V.” und ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Offenbach unter VR 2077 eingetragen.
  2. Vereinssitz ist die Stadt Dietzenbach.

Zweck des Vereins 

  1. Zweck des Vereins ist die Förderung der Kindererziehung durch die Errichtung und den Unterhalt einer Eltern-Kind-Initiative im Familienselbsthilfebereich.      Gründung und Trägerschaft eines Waldkindergartens in Dietzenbach. Unterrichtung der Öffentlichkeit über die Ziele der Waldpädagogik. Zusammenarbeit mit anderen Waldkindergärten sowie Mitarbeit in Vertretung der Waldkindergärten.
  2. Zusammenarbeit mit anderen Waldkindergärten sowie Mitarbeit in Vertretung der Waldkindergärten.
  3. Der Verein ist weder konfessionell noch parteipolitisch gebunden.

 

Gemeinnützigkeit

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung.
  2. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  3. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwandt werden. Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
  4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstig werden.
  5. Vereinsmitglieder erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins die eingezahlten Beträge nicht zurück, soweit es sich nicht um verauslagte Beträge handelt.

Mitgliedschaft

Arten der Mitgliedschaft

  1. Der Verein hat ordentliche und fördernde Mitglieder.

Erwerb der ordentlichen Mitgliedschaft

  1. Ordentliche Mitglieder können nur Eltern oder erziehungs- oder pflegeberechtigte Personen von Kindern werden, welche den vom Verein unterhaltenen Waldkindergarten besuchen.
  2. Der Antrag auf Aufnahme in den Verein ist schriftlich an den Vorstand zu richten. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand einstimmig.
  3. Mit der Aufnahme erkennt das Mitglied die Satzung des Vereins an.

Erwerb der Fördermitgliedschaft

  1. Fördermitglied kann jede natürliche juristische Person werden, die den Zweck des Vereins fördert und unterstützt.
  2. Der Antrag auf Aufnahme in den Verein ist schriftlich an den Vorstand zu richten. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand einstimmig.
  3. Mit der Aufnahme erkennt das Mitglied die Satzung des Vereins an.
  4. Das Stimmrecht natürlicher Personen kann erst nach Eintritt der Volljährigkeit ausgeübt werden.

Beendigung der ordentlichen Mitgliedschaft

  1. Ein Austritt des ordentlichen Mitglieds während der Laufzeit des Betreuungsverhältnisses des Kindergartenkindes ist ausgeschlossen.
  2. Die ordentliche Mitgliedschaft von Eltern oder erziehungs- bzw. pflegeberechtigten Personen eines im Waldkindergarten  betreuten Kindes wandelt sich mit Beendigung des Betreuungsverhältnisses  im Waldkindergarten  automatisch in eine Fördermitgliedschaft um, es sei denn, die Mitgliedschaft wird mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen auf den Beendigungszeitpunkt des Betreuungsverhältnisses  schriftlich zu Händen des Vorstandes  gekündigt.
  3. Endet das Betreuungsverhältnis aufgrund Ausschlusses des Kindes aus dem Waldkindergarten, so endet damit auch automatisch die Mitgliedschaft der Eltern bzw. der erziehungs- bzw. pflegeberechtigten Personen des betroffenen Kindes.
  4. Weiterhin kann die ordentliche Mitgliedschaft durch Tod, Ausschluss oder Streichung entsprechend den Regelungen zur Beendigung der Fördermitgliedschaft enden.

Beendigung der Fördermitgliedschaft

  1. Die Fördermitgliedschaft endet durch Tod, Austritt, Ausschluss oder Streichung.
  2. Der Austritt aus dem Verein ist zum Ende des Geschäftsjahres zulässig. Er erfolgt schriftlich gegenüber dem Vorstand mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen.
  3. Der Ausschluss eines Fördermitgliedes aus wichtigem Grund kann mit Zweidrittelmehrheit von der Mitgliederversammlung  ausgesprochen werden, wenn das Mitglied gegen die Vereinsinteressen verstoßen hat. Vor der Beschlussfassung  ist dem Mitglied unter Setzung einer angemessenen Frist Gelegenheit zu geben, sich persönlich zu äußern.
  4. Die Streichung als Mitglied erfolgt bei einem Rückstand von mehr als zwei Jahresbeiträgen.

 

Beiträge

  1. Die Mitgliederversammlung beschließt über die Höhe der jährlichen Mitgliedsbeiträge sowie über eventuelle Aufnahmegebühren.
  2. Die Beiträge sind mit dem Eintritt bzw. mit Beginn eines jeden Geschäftsjahres fällig.

Vereinsorgane

Organe des Vereins

  1.       Die Organe des Vereins sind
  • Die Mitgliederversammlung
  • Der Vorstand

Die Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Vereins. In der Mitgliederversammlung gilt das Familienstimmrecht. D.h. pro Kindergartenkind steht den Eltern, bzw. den erziehungs- oder pflegeberechtigten Personen die ordentliche Mitglieder des Vereins sind, zusammen eine Stimme zu (Familienstimmrecht). Die Stimme kann auch von einem Elternteil oder einem Teil eines gemeinsam erziehungs- oder pflegeberechtigten Paares einzeln ausgeübt werden. Eine besondere Bevollmächtigung des anderen Teils ist dafür nicht notwendig. Fördermitglieder haben kein Stimmrecht.
  2. Die Mitgliederversammlung tritt mindestens einmal jährlich zusammen.
  3. Zur Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden des Vorstands, im Verhinderungsfall vom stellvertretenden Vorsitzenden mit einer Frist von mindestens zehn Tagen schriftlich, wenn möglich per Verteilung über E-Mail, und durch Aushang am allgemeinen Bekanntmachungsplatz des Waldkindergartens unter Angabe der Tagesordnung einberufen.
  4. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn dies der Vorstand beschließt oder dies von ordentlichen Mitgliedern die zusammen mindestens 20 % der Familienstimmrechte vertreten schriftlich verlangt wird.
  5. Längstens bis zwei Tage vor der Mitgliederversammlung kann jedes Mitglied beim Vorstand die Ergänzung der Tagesordnung um weitere Angelegenheiten, nicht jedoch Satzungsänderungen oder Vereinsauflösung, beantragen. Über Anträge zur Ergänzung der Tagesordnung, die erst in der Mitgliederversammlung gestellt werden, beschließt die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit.
  6. Über die Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu fertigen, welches vom Protokollführer und vom Versammlungsleiter zu unterzeichnen ist.
  7. Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder, soweit in ·dieser Satzung nichts anderes geregelt ist.
  8. Aufgaben der Mitgliederversammlung sind insbesondere:

 

  • Entgegennahme und Genehmigung des Jahresberichts des Vorstands, inkl. des finanziellen Jahresabschlusses.
  • Entlastung des Vorstandes;
  • Wahl und Abberufung der Vorstandsmitglieder und
  • Wahl der Kassenprüfer, die nicht dem Vorstand angehören dürfen;
  • Festsetzung der Höhe der Mitgliedsbeiträge und der Aufnahmegebühr;
  • Beschlüsse über Satzungsänderungen sowie Vereinsauflösung;
  • Genehmigung des Haushaltsplanes;
  • Beschlussfassung über die Grundsätze der Tätigkeit des Vereins;
  • Erarbeitung und Festlegung der Aufgaben und Ziele des grundsätzlichen Erziehungskonzeptes des Waldkindergartens in Zusammenarbeit mit dem Betreuungspersonal.

Der Vorstand

  1. Der Vorstand leitet den Verein im Rahmen der Satzung. Ihm obliegt insbesondere die Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.
  2. Den geschäftsführenden Vorstand bilden drei Personen. Er besteht aus Vorsitzende/r                                                                                                     Stellvertretende/r Vorsitzende/r                                                                           Kassenwart
  3. Dem Vorstand dürfen ausschließlich ordentliche Mitglieder des Vereins angehören. Dies gilt nicht, wenn sich die Mitgliederversammlung mit drei Viertel ihrer Stimmen für eine konkrete Person als Vorstands-mitglied ausspricht, die nicht ordentliches Mitglied ist. Die weiteren zwei Vorstandsmitglieder müssen ordentliche Mitglieder sein.
  4. Die Vorstandsmitglieder sollten sich aus Elternteilen oder erziehungs- oder pflegeberechtigten Personen verschiedener Familien zusammen-setzen. Die Bestellung von Vorstandsmitgliedern aus einer Familie ist nur dann zulässig, wenn dies die Mitgliederversammlung vor der jeweiligen Wahl mit einer Dreiviertelmehrheit der Stimmen gebilligt hat.
  5. Der Kassenwart darf nicht zugleich Vorsitzender oder stellvertretender Vorsitzender sein.
  6. Die Mitglieder des Vorstandes werden in Einzelwahl durch die Mitgliederversammlung gewählt. Die Wahl erfolgt geheim. Gewählt ist, wer die meisten gültigen Stimmen auf sich vereinigt. Wiederwahl ist zulässig.
  7. Der Vorstand ist ehrenamtlich tätig. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. Es sollte zur Wahrung der Kontinuität der Vereinsarbeit angestrebt werden, dass die Amtszeiten des/der Vorsitzenden und des/der stellvertretenden Vorsitzenden in verschiedenen Jahren stattfinden.
  8. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Hierüber werden schriftliche Protokolle angefertigt.
  9. Der Vorstand ist gesetzlicher Vertreter des Vereins im Sinne des § 26 BGB. Er wird durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam vertreten.
  10. Der Vorstand soll sich eine Geschäftsordnung geben, die insbesondere die Außenvertretung und Richtlinien für den Zahlungsverkehr regelt.
  11. Zur Erfüllung seiner Aufgaben kann der Vorstand Gremien einsetzen oder die Mitgliederversammlung Beisitzer bestimmen.
  12. Vor dem Eingehen von finanziellen Verpflichtungen in Höhe von mehr als 1.000,00 Euro oder dem Abschluss von Arbeitsverträgen mit einem monatlichen Bruttogehalt von über 1.500,00 Euro hat der Vorstand die Zustimmung der Mitgliederversammlung einzuholen.

 

Geschäftsjahr, Rechnungsprüfung

  1. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
  2. Die Kasse des Vereins und des Waldkindergartens wird jedes Jahr durch einen oder mehrere von der Mitgliederversammlung gewählte Kassenprüfer geprüft. Die Kassenprüfer prüfen, ob die Verwendung der Vereins- und Fremdmittel den Haushaltsansätzen und ggf. gesetzlichen Vorgaben entsprach und die Buchführung des Vereins ordnungsgemäß erfolgt. Hierüber haben die Kassenprüfer der Mitgliederversammlung Bericht zu erstatten.

Geschäftsbetrieb des Waldkindergartens

Kindergarten

  1. Der Vorstand erlässt eine Kindergartenordnung, in der mindestens die Öffnungszeiten, Gebühren und Aufnahmekriterien geregelt sind.
  2. Über die Aufnahme von Kindern entscheidet der Vorstand auf Vorschlag des Betreuungspersonals. Er darf nur in besonders begründeten Einzelfällen von dem Vorschlag
  3. Mindestens ein Erziehungs- oder Pflegeberechtigter jeden betreuten Kindes muss ordentliches Mitglied i m Verein sein oder werden.

Gebühren und Mitarbeit

  1. Für die Nutzung von Einrichtungen und Dienstleistungen des Vereins werden Gebühren erhoben, und es ist eine persönliche Mitarbeit erforderlich.
  2. Der Vorstand erlässt dazu eine Gebührenordnung.

Satzungsänderungen, Auflösung

Satzungsänderungen

  1. Satzungsänderungen können nur von der Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von drei Viertel der anwesenden Stimmen beschlossen werden.
  2. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Viertel der möglichen Stimmen anwesend sind.
  3. Ist eine auch zum Zwecke der Satzungsänderung einberufene Mitgliederversammlung nicht beschlussfähig, so ist danach eine neue Mitgliederversammlung mit gleicher Tagesordnung hinsichtlich der Satzungsänderung unter Einhaltung einer Ladungsfrist von zehn Tagen einzuberufen. Diese Versammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden beschlussfähig.
  4. Die beantragte Satzungsänderung muss im Wortlaut und mit schriftlicher Begründung mit der Einladung zur Mitgliederversammlung bekannt gegeben werden.
  5. Der Vorstand wird ermächtigt, Satzungsänderungen, die vom Registergericht dem Finanzamt oder Jugendamt aus Rechtsgründen für erforderlich gehalten werden, selbst einstimmig zu beschließen und anzumelden. Diese Satzungsänderung ist den Mitgliedern unverzüglich schriftlich mitzuteilen.

Auflösung

  1. Die Auflösung kann nur in einer zu diesem Zweck mindestens vier Wochen vorher schriftlich einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden Stimmen erfolgen.
  2. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Viertel der möglichen Stimmen anwesend sind.
  3. Ist eine zum Zwecke der Auflösung einberufene Mitgliederversammlung nicht beschlussfähig, so ist danach eine neue Mitgliederversammlung mit gleicher Tagesordnung unter Einhaltung einer Ladungsfrist von zehn Tagen einzuberufen. Diese Versammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden beschlussfähig. Hierauf ist in der neuen Einladung hinzuweisen.
  4. Bei Auflösung oder Aufhebung der Körperschaft oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen der Körperschaft an eine Körperschaft – möglichst am Sitz des Vereins – zwecks  Verwendung für die Erziehung von Kindern.
  5. Inkrafttreten der Satzung

Die Satzung tritt mit Beschlussfassung in Kraft.